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Der End- und Anfangsfaden

Dienstag, 1. Oktober 2013


Wie versprochen hier der erste Teil der "Sauber Sticken" Serie.

Diesmal geht es um die losen Fadenenden und wie man sie im Zaum hält.

Viel Spaß wünsche ich!

Manche mögen denken, dass Sticken und Nähen doch quasi das gleiche ist.
Das ist aber falsch, falsch, falsch!
Neben den Sticharten ist nämlich auf das Hantieren mit dem Anfang und Ende sehr unterschiedlich.

Kein Knoten


Wo beim Nähen nämlich der Faden verknotet wird muss man dies beim Sticken das Knoten machen unter allen Umständen unterlassen, da die Stickerei ansonsten einen kleinen Hügel bekommt. Wir müssen also das Verknoten lassen. aber wie fixiert man dann den Faden?
Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten aber alle haben eines gemeinsam: der Faden wird "vernäht" oder "eingestickt".


3 Wege zum festen Faden


Der Faden muss also verstickt bzw eingestickt werden. Dazu gibt es mehrere Ansätze. Der eine besteht darin den Faden später einzunähen, der andere ihn sofort in der Stickerei zu fixieren. Ich bevorzuge Zweiteres, da ich es immer hinter mich bringen möchte. Es gibt auch eine weitere Möglichkeit mit Schlinge die ich kurz beschreiben werde.

Das "Versticken"

Der Name ist Programm. Bei dieser Technik stickst du über den Faden drüber. Hier wird als Versticken anhand von dem Kreuzstich gezeigt.

Plus: Einfach, sofort erledigt.

Minus: unflexibel


Technik:
1) Stich normal in den Stoff ein und lass ca. 2 cm Länge vom Faden rausstehen.
2) Beachte nun beim Weitersticken der nächsten Stiche, dass du, kommst du auf die Rückseite deiner Stickerei, den überlangen Faden immer unter dem Stickfaden hast.
3) Er also unter deiner Stickerei liegt.
4) Du kannst über den ganzen Faden solange darübersticken bis er ganz weg ist oder du schneidest ihn nach ca. 2 cm mit einer Stickschere ab.










Das "Einsticken"
Nicht zu verwechseln mit Versticken. Hier wird der Faden nämlich nicht verstickt sondern nach beenden der Stickerei in derselben "eingefädelt". Hier wird als Versticken anhand von dem Kreuzstich gezeigt.

Plus: Flexibel! Du kannst noch leicht etwas an diesem Stickereiende verändern.

Minus: zusätzlicher Arbeitsschritt, ein wenig komplizierter


Technik:
1) Du lässt wie beim Versticken wieder eine, diesmal etwas längere, Überlänge NUR legst du dieses Fadenende jetzt mal beiseite. Empfehlenswert ist es den Faden dazu nicht lose baumeln zu lassen sondern in den Stoff zu verankern. Ansonsten kann es zu schlimmer Knotenbildung kommen.
2) Nun stickst du weiter bis zum Schluss.
3) Bist du fertig mit diesem Teil nimmst du den beiseite gelegten Faden fädelst ihn in eine Nadel ein und fädelst ihn in die fertige Stickerei ein.
4) Fertig!







Die Schlinge

Diese Technik geht NUR wenn du eine Stickerei mit gerader Fadenzahl stickst. Also wenn du z.B. anstatt der üblichen 3 Fäden 2 Fäden in die Nadel einfädelst. Hier wird als Versticken anhand von dem Kreuzstich gezeigt.

Plus: Sehr fest. Solide Technik

Minus: Nur bei gerader Fadenzahl, unflexibel

Technik:
1) Nimm die Länge von 2 Fäden vom Garntwist runter. Nun schneide aber nicht zwei einzelne Fäden
ab sondern nur einen langen Faden ab. Lege diesen langen Faden zusammen. Fädle den Faden so in die Nadel ein, dass die Mitte des Fadens, welcher eine Schlinge bildet unten hängen bleibt.
2)+3) Beim Einstechen bleibt dann die Schlinge hängen. Beim Zurückstechen zur Rückseite der Sticherei ziehst du die Nadel dann durch die Schlinge.
4) Beim Zuziehen bitte aber nicht zu fest ziehen. Sonst könnte sich der Stoff womöglich verzerren.




Danke für's Lesen wünscht Patricia von Sticheleien!

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